Die afghanische Küche wurde im Laufe der Geschichte aufgrund der geografischen Lage und der Nähe zur Seidenstraße von den Küchen anderer Regionen beeinflusst, unter anderen der persischen und indischen Küche. Sie zeichnet sich darum durch eine große Vielfalt sowohl der Geschmacksrichtungen als auch der verwendeten Zutaten und Gewürze aus.

Das wichtigste Grundnahrungsmittel ist Brot, das aus Weizenmehl als Fladenbrote gebacken und als Beilagen zu Suppen oder Fleischgerichten gereicht wird. Im Hindukusch reichen wir frisch gebackenes Fladenbrot direkt aus dem Tandoor-Ofen. Dies ist ein spezieller, mit Holzkohle geheizter Backofen der indischen und afghanischen Küche. Er besteht aus einem großen, zylindrischen Tonkrug, der im Boden versenkt oder mit einer Mörtelschicht isoliert wird. Die Holzkohle wird am Boden entzündet und der Ofen mindestens zwei Stunden vorgeheizt, bis er im unteren Bereich glühend heiß ist. Die Fladenbrote werden an die heiße Seite des Ofens gedrückt und knusprig gebacken.

Der Tandoor dient aber auch zur Zubereitung von Fleischgerichten. Die Fleischstücke werden zum Garen auf Spieße gesteckt, die in den Ofen gestellt werden, um so den nötigen Abstand zur Glut zu haben. Die bevorzugte Fleischsorte ist Lammfleisch, außerdem werden Ziege, Rindfleisch, Geflügel und Wildbret gegessen. Schweinefleisch ist im Islam tabu, dafür ist die afghanische Küche reich an einer Vielzahl vegatarischer Gerichte.

  Das wichtigste Getränk ist Tee, entweder Grüner Tee oder Schwarzer Tee. Oft wird er mit Kardamon gewürzt, dazu werden gezuckerte Mandeln gegessen. Auch Joghurt spielt eine wichtige Rolle ich der afghanischen Küche. Im Hindukusch bereiten wir aus Joghurt und Kräutern ein typisch afghanisches Erfrischungsgetränk, das gerade an heißen Sommertagen ein Genuss ist.